Warum Regen kein Grund ist, das Training ausfallen zu lassen
Ein Blick aus dem Fenster bei Nieselregen reicht oft, um die Laufschuhe wieder im Schrank zu lassen. Dabei ist ein Lauf im Regen mit der richtigen Vorbereitung meist unproblematisch, manche Läuferinnen und Läufer empfinden ihn sogar als befreiend. Entscheidend ist, zwischen normalem Regen und echten Gefahrensituationen zu unterscheiden.
Sicherheit geht vor: Wann du besser pausierst
Bei Gewitter gilt laut Runner's World: Training sofort abbrechen, ein Blitzschlag ist lebensgefährlich. Nach dem Ende eines Gewitters solltest du mindestens 30 Minuten warten, bevor du wieder loslaufst. Auch ohne Blitz und Donner erhöht Regen die Rutschgefahr auf Laub, nassem Holz, Kopfsteinpflaster, Metallflächen und Fahrbahnmarkierungen deutlich, besonders in Kurven und bergab. Wähle deshalb bekannte Strecken mit sicherem Untergrund und meide aufgeweichte Waldwege, wenn du unsicher bist.
Lauftechnik auf nassen und rutschigen Wegen
- Tempo rausnehmen: Auf nassem Untergrund brauchst du mehr Reaktionszeit, lauf deshalb bewusst etwas langsamer.
- Kürzere Schritte: Eine höhere Schrittfrequenz mit kürzeren Schritten gibt mehr Stabilität und senkt die Rutschgefahr.
- Aufrechte Haltung, Blick nach vorn: So erkennst du Pfützen, Wurzeln und glatte Stellen frühzeitig.
- Pfützen nicht überspringen: Sie können tiefer sein als gedacht oder ein Schlagloch verdecken, lieber umlaufen oder gezielt durchlaufen.
Die richtige Kleidung bei Regen
| Ausrüstung | Empfehlung | Warum |
|---|---|---|
| Jacke | Wind- und wasserfest | Hält Kälte und Nässe von der Haut fern |
| Basisschicht | Funktionsfaser oder Merino | Isoliert auch nass und trocknet schneller als Baumwolle |
| Kopfbedeckung | Cap oder dünne Mütze | Hält Regen von Brille und Augen fern |
| Schuhe | Griffige Sohle, je nach Bedingungen mit Membran | Sicherer Halt, trockenere Füße bei Dauerregen |
Ob sich eine wasserdichte Membran für dich lohnt, hängt von Distanz, Temperatur und persönlichem Kälteempfinden ab. Den ausführlichen Vergleich von Gore-Tex, wasserabweisender Beschichtung und offenem Mesh findest du im Ratgeber wasserdichte Laufschuhe.
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Zum Schuhfinder →Vor dem Lauf: kurze Routine für mehr Motivation
- Kleidung am Vorabend bereitlegen: Das senkt die Hürde, bei Regen trotzdem loszulaufen.
- Drinnen aufwärmen: Unter 15 Grad lohnt sich ein kurzes Warm-up in der Wohnung, bevor es nach draußen geht.
- Wetterradar prüfen: So siehst du, ob ein Gewitter im Anzug ist oder der Regen bald nachlässt.
- Verabreden: Ein Lauftermin mit anderen senkt die Absage-Wahrscheinlichkeit bei schlechtem Wetter spürbar.
Nach dem Lauf: schnell raus aus der nassen Kleidung
- Sofort abtrocknen mit einem Handtuch, sobald du drinnen bist.
- Nasse Kleidung direkt wechseln, um nicht weiter auszukühlen.
- Warm, aber nicht heiß duschen und in trockene Sachen wechseln.
- Flüssigkeit und Energie auffüllen, wie nach jedem Lauf.
Die Schuhe selbst brauchen nach einem nassen Lauf ebenfalls Aufmerksamkeit, damit Dämpfung und Material keinen Schaden nehmen. Eine Schritt-für-Schritt-Routine zum Trocknen und Lüften findest du im Beitrag Laufschuhe richtig pflegen.
Quellen und Hinweise
Die Sicherheits- und Technik-Tipps stammen aus der folgenden Quelle (Stand September 2026).